Beitragsbild Interview mit Klüpfel und Kobr auf der Frankfurter BM
Hier ein kurzer Bericht über ein Interview mit dem Autor Marc Elsberg auf der Frankfurter BM. Das Interview führte der Moderator Matthias Bolsinger vom STERN am 23.10.2021 um 14.00 Uhr. „Die 30-Minuten-WG“ ist ein beliebter Büchertalk auf der Frankfurter BM, den man zurzeit auch regelmäßig live im Internet verfolgen kann.

Marc Elsberg: Herr der Taschenlampen und der aufladbaren Radios

Das Interview
Im Interview mit Marc Elsberg auf der Frankfurter BM ging es im Wesentlichen um Marc Elsbergs Thriller „Blackout – Morgen ist es zu spät“, der bereits vor fast 10 Jahren erschienen ist und jetzt in einer Premium-Neuauflage mit Bonusmaterial erscheint. Zudem läuft demnächst eine Fernsehserie zu „Blackout – Morgen ist es zu spät“ an.
In dem 30 minütigen Interview hat man aber auch viel über Marc Elsberg als Autor, aber auch als Privatperson erfahren.
Die Idee zu „Blackout – Morgen ist es zu spät“ hatte Marc Elsberg beim Benutzen seiner elektrischen Zahnbürste, als er sich überlegte, wie wohl die Lieferkette für dieses Gerät aussieht bzw. wie viele Zulieferer beteiligt gewesen sind. Eine umfangreiche Recherche, bei der der Autor viele Leute, z.B. auch Mitarbeiter in Versorgungsbetrieben interviewte, begann. Er habe „zwei bis drei Jahre“ an dem Buch geschrieben. Zufälliger Weise wurde „Blackout – Morgen ist es zu spät“ genau zu dem Zeitpunkt, als die Katastrophe in Fukushima war, verschiedenen Verlagen vorgelegt, weswegen das Buch auch große Beachtung fand. Apropos Beachtung: Marc Elsberg wies darauf hin, dass das Interesse für das Buch nicht in allen Ländern weltweit gleich war.
Warum war bereits die erste Auflage von „Blackout – Morgen ist es zu spät“ so ein großer Erfolg?
Marc Elsberg war, wie er selbst im Interview auf der Frankfurter BM erzählte, vor dem Erscheinen von „Blackout – Morgen ist es zu spät“ als Autor nicht sehr bekannt. Die Popularität des Buches hat ihn ein Stückweit selbst erstaunt. Beim Schreiben von „Blackout – Morgen ist es zu spät“ griff er auf seine Erfahrungen in der Werbebranche zurück: Um jemanden von einer Sache zu überzeugen, muss man ihm zunächst deren Notwendigkeit bewusst machen. So lange alle denken, dass schon immer Strom verfügbar sein wird, wird sich niemand ernsthaft darüber Gedanken machen, was wäre, wenn auf einmal kein Strom mehr da wäre, und was man dann vielleicht brauchen könnte. Marc Elsberg bezeichnet sich selbst als „Bewusstseins-Macher“.
Durch die aktuellen Lieferprobleme auf den globalen Märkten, insbesondere  durch die Lieferprobleme in der Halbleiterindustrie und der allgemeinen Gasknappheit, ist „Blackout -Morgen ist es zu spät“ noch und jetzt sogar noch aktueller als jemals zuvor. Marc Elsberg betont diesbezüglich, dass Lieferengpässe nicht nur die Industrie beeinflussen, sondern zunehmend auch unseren Alltag schwieriger machen könnten. Außerdem sei die IT-Sicherheit bis heute ein großes Problem.
„Blackout -Morgen ist es zu spät“ ist auch lange Zeit nach seinem ersten Erscheinen nicht unumstritten, auch heute noch halten es viele Menschen für reine Hysterie. Bei mir hat das Interview mit Marc Elsberg auf der Frankfurter BM das dringende Bedürfnis, dieses Buch, das zugegebener Maßen schon länger in meinem Besitz ist, tatsächlich endlich mal zu lesen.
Vielen Dank für dieses großartige Interview!
Die Dauerleserin
Anmerkungen
„Blackout – Morgen ist es zu spät“ von Marc Elsberg ist erstmals am 19.03.2012 im Blanvalet Verlag erschienen
(ISBN 978-3-7645-0445-8).
Die Taschenbuchausgabe ist am 17.06.2013 ebenfalls im Blanvalet Verlag  erschienen (ISBN 978-3-442-38029-9).
Am 25.10.2021 ist die bereits erwähnte Neuauflage als Hardcover (ISBN 978-3-7645-0794-7) und als eBook
(ASIN B09BRDD4ML) im Blanvalet Verlag erschienen.

Informationen zum Beitragsbild:

Fotograf: Thomas Bethge, lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 218836345

(https://www.shutterstock.com/de/image-photo/stack-books-grungy-background-free-copy-218836345, zuletzt aufgerufen am 23.10.2021)