Cover_Commissario Leone und die Tränen der Madonna_Thumb300_zeigt Engelsburg mit Brücke in Rom

Commissario Leone und die Tränen der Madonna (Rezension)

4 von 5 Sternen

Zannini, Patrizia | Piper Verlag | 297 Seiten | eBook Kindle
Erschienen : 24. Februar 2022 | ASIN B09LR299TJ | 1. Auflage
Rom-Krimi

 

Werbung/ Rezension: „Commissario Leone und die Tränen der Madonna “ von Patrizia Zannini, erschienen beim Piper Verlag,  wurde mir im Rahmen einer Leserunde bei Lovely Books als persönliches Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Ich versichere, dass meine Meinung zu diesem Buch rein subjektiv ist und durch die kostenfreie Überlassung des Rezensionsexemplars nicht beeinflusst wird.

Tränen in der Ewigen Stadt und Repdigits

Rom im heißen Sommer, und in einer Kirche weint die Madonna Blut. Außerdem wird Ugo Santis, ein Kunststudent der Accademia die Belle Arti, in seiner Wohnung tot aufgefunden. Commissario Enzo Leone ermittelt. Kurz darauf gibt es ein weiteres Opfer. Gibt es eine Verbindung zwischen den Fällen? Ist hier ein Serienkiller unterwegs? Hat die Kirche etwas damit zu tun?

Cover und Schreibstil:

Das Cover von „Commissario Leone und die Tränen der Madonna“ zeigt die berühmte Engelsburg mit der dazugehörigen Brücke bei Sonnenuntergang. Das Cover macht auf jeden Fall neugierig auf das Buch. Die Autorin Patrizia Zannini schreibt flüssig und ansprechend. Das Buch hat achtzehn Kapitel, die nach meinem Geschmack ein wenig zu lang geraten sind.

Fazit und Leseempfehlung:

„Commissario Leone und die Tränen der Madonna“ ist der erste Rom-Krimi, den ich gelesen habe. Bereits im Prolog geschieht der erste Mord im Buch, und genau so rasant geht es weiter im ganzen Buch, dessen Handlung stark von der verzweifelten Suche nach einer Gemeinsamkeit zwischen den Opfern geprägt ist. Die Angst vor weiteren Opfern und der Druck, unter dem das Ermittlungsteam seht, werden gut rübergebracht. Man fiebert beim Lesen richtig mit. Die Passagen, in denen der Täter selbst zu Wort kommt, sind interessant und nervenaufreibend.

Was mir persönlich nicht so gut gefallen hat, ist, dass Commissario Leone mit der Schwester eines der Opfer anbandelt und sie sogar bei seinen Eltern unterbringt. Dies ist leider nicht sehr professionell, besonders in Anbetracht der drohenden Gefahr, dass es noch weitere Opfer geben könnte. Und: Das Thema „Essen“ ist in diesem Buch allgegenwärtig und wurde nach meinem Empfinden ein wenig überstrapaziert. Es geht immer wieder darum, was wann wer isst, und auch wenn man so etwas eigentlich gerne in italienischen Krimis liest, war es mir am Ende ein wenig zu viel. Am Ende des Buches gibt es dann aber als Entschädigung ein kulinarisches Highlight, nämlich das Rezept für DIE Pasta al Forno. Dieses Rezept werde ich mit Sicherheit demnächst nachkochen.

Für mich ist „Commissario Leone und die Tränen der Madonna“ ein solider Regionalkrimi mit einer spannenden und glaubwürdigen Ermittlungsarbeit. Abgesehen von der „privaten Ermittlungsarbeit“ des Hauptprotagonisten habe ich das Buch sehr genossen, und auch das überraschende Ende hat mich überzeugt.

Vier Sterne von mir und eine dringende Empfehlung, „Commissario Leone und die Tränen der Madonna“ zu lesen, an alle, die italienische Krimis à la Brunetti mögen.

Abschließend ein Zitat mit Gänsehautpotenzial aus dem Buch:

„Man hat uns in der Ausbildung und auch später immer wieder gesagt, dass es das perfekte Verbrechen nicht gibt. Vielleicht stimmt das nicht?“ (eBook, S. 640)

Die Dauerleserin

Anmerkungen:

Diese Rezension habe ich mit einem ähnlichen Wortlaut heute auch auf der Verlagsseite sowie bei Lovely Books, Amazon, Thalia und Hugendubel veröffentlicht.

 

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