Cover_Das Schlaflabor_Thumb300_zeigt Liege in einem Labor, alles in bläuliches Licht getaucht

Das Schlaflabor (Rezension)

4 von 5 Sternen

Meller, Marc | Bastei Entertainment | 393 Seiten | eBook Kindle
Erschienen : 28. Oktober 2022 | ASIN B09YDND7GH | 1. Auflage
Thriller

 

Werbung/ Rezension: „Das Schlaflabor“ von Marc Meller hat mir Bastei Entertainment über NetGalley als persönliches Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Ich versichere, dass meine Meinung zu diesem Buch rein subjektiv ist und durch die kostenfreie Überlassung des Rezensionsexemplars nicht beeinflusst wird.

Schlaf‘ gut!

Tom Sonnborn, der Hauptprotagonist in „Das Schlaflabor“ hat massive Schlafstörungen und schon Einiges versucht, um diese loszuwerden. Doch nichts hat bis jetzt geholfen. Mit seinen letzten Geldreserven bucht Tom entgegen dem Rat seines Neurologen und Freundes Erik Hellmann einen fünftägigen Aufenthalt in einer teuren Schweizer Privatklinik. In der Gerolamo-Cardano-Klinik soll im Schlaflabor mit einer besonderen Therapieform gearbeitet werden, die schon einigen schwierigen Fällen geholfen hat.

„Ich musste es schaffen, das Unmögliche. Das Angebot der Klinik. Es war meine letzte Chance.“ (Kindle-Position 203).

Doch schon kurz nach seiner Rückkehr nach Deutschland, merkt Tom, dass etwas nicht stimmt. Und eines Morgens wacht er mit einem totalen Filmriss auf. Als er sieht, dass er mit Blut beschmiert ist, klingeln auch schon zwei Polizeibeamte bei ihm und verdächtigen ihn des Mordes. Was ist passiert? Tom flüchtet und versucht, die Wahrheit selbst herauszufinden. Aber jemand beobachtet ihn, und dieser Jemand führt nichts Gutes im Schilde. Aber auch die Privatklinik steht im Fokus der Ermittelnden aus der Schweiz und aus Deutschland, denn im Umfeld der Klinik hat es schon mehrere mysteriöse Todesfälle gegeben.

Cover und Schreibstil:

Das Cover von „Das Schlaflabor“ zeigt eine Liege in einem Labor. Die Liege wird von einem bläulichen, künstlichen Licht beleuchtet, Das Cover wirkt auf mich gleichermaßen bedrohlich und interessant. Es ist ein Cover, das neugierig macht.

Das Buch trägt den vielsagenden Untertitel „Du kannst nicht schlafen. Du suchst Hilfe. Und der Alptraum beginnt.“

Zum Schreibstil: Ich kannte den Autor bis jetzt nicht. Marc Meller schreibt flüssig und spannend, so dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Das Buch ist in großen Teilen aus der Perspektive von Tom in der Ich-Form geschrieben, was die Erzählung sehr lebendig macht. Das Buch ist in drei große Leseabschnitte gegliedert: I. INSOMNIE – Schlaflosigkeit, II. AMNESIE – Gedächtnisverlust und III. HYPERMNESIE – Extrem gesteigertes Erinnerungsvermögen. Die relativ kurzen Kapitel innerhalb der drei Leseabschnitte sind leserfreundlich.

Fazit und Leseempfehlung:

Wie bereits erwähnt, ist das Buch flüssig und spannend geschrieben. Man bekommt auch viele interessante Informationen über die Schlafforschung. Aber: Für mich als erfahrene Thriller-Konsumentin war die Handlung an vielen Stellen leider viel zu konstruiert und zudem gab es ein paar zu viele Zufälle, schade! Was aber noch viel schlimmer ist: Stellenweise drohte die Handlung leider in ein enervierendes Roadmovie abzudriften. Ein wildes Katz-und-Maus-Spiel in den Schweizer Alpen, das Auto wird mal eben gewechselt … Das alles hat mir nicht allzu gut gefallen.

Die Informationsdichte und der wie gesagt grundsätzlich spannende, aber auch komplexe Plot konnten diese negativen Punkte allerdings überwiegend wieder ausgleichen, weswegen ich „Das Schlaflabor“ auch mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.

Ich empfehle „Das Schlaflabor“ natürlich allen Marc Meller-Fans sowie allen, die Thriller mit einem wissenschaftlichen Hintergrund mögen. Und natürlich auch allen verzweifelten Schlaflosen in dieser Welt. Eine Lösung für eure Problem werdet ihr in diesem Buch nicht finden, aber zumindest seid ihr ein paar Stunden abgelenkt.

Für den an sich guten Plot und den flüssigen, spannenden und angenehmen Schreibstil vergebe ich vier freundliche Sterne, in der Hoffnung, dass meine kritischen Anmerkungen erhört werden.

„Wie siehst du denn aus? Schlecht geschlafen?“ (Kindle-Position 4186)

Die Dauerleserin

 

 

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