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Der Blutkünstler (Rezension)

4 von 5 Sternen

Meyer, Chris | Ullstein eBooks | 313 Seiten | eBook Kindle
Erschienen : 17. Mai 2021 | ASIN B08NWBJ8VX | 2. Auflage
Serie: Tom-Bachmann-Serie | Band 1 | Thriller

 

Werbung/ Rezension: „Der Blutkünstler“ von Chris Meyer hat mir Ullstein eBooks  über NetGalley als persönliches Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Ich versichere, dass meine Meinung zu diesem Buch rein subjektiv ist und durch die kostenfreie Überlassung des Rezensionsexemplars nicht beeinflusst wird.

Achtung, Triggerwarnung! „Der Blutkünstler“ ist ein blutrünstiger, nervenaufreibender Thriller und damit nichts für schwache Nerven.

Tom Bachmann als neuer Ermittler – Seelenleser oder Egomane?

„Der Blutkünstler“ ist der erste Fall für Tom Bachmann und sein Team. Der Täter ist ein Serienkiller. Aber er tötet seine Opfer nicht einfach, er verschleppt und quält sie vorher für längere Zeit und erschafft dann ein „Kunstwerk“. Es gibt schon mehrere Fälle, und Tom Bachmann und sein Team arbeiten gegen die Zeit.

Cover und Schreibstil:

Das Cover von „Der Blutkünstler“ ist faszinierend und irritierend zugleich. Wenn einem erstmal klar ist, was man auf dem Cover sehen kann, möchte man dieses Buch am liebsten ganz, ganz wegwerfen. Ich habe das nicht getan, sondern stattdessen das Buch verschlungen.

Chris Meyers Schreibstil ist spannend, und die Kapitel haben eine angenehme Länge. Durch die Verwendung verschiedener Perspektiven wird die Spannung zudem noch verstärkt.

Tom Bachmann als Ermittler:

Ich liebe es, Debüts einer neuen Serie zu lesen und wurde auch mit diesem Buch eigentlich nicht enttäuscht, denn Tom Bachmann ist für mich ein überaus interessanter Charakter. Leider hat er durch seine eigene verstörende Vergangenheit, die auch immer wieder im Laufe der Ermittlungen thematisiert wird, bei mir ein wenig an Sympathie verloren. Auch die Verfolgung des Täters wirkt bei ihm leider fast manisch, obwohl man nach und nach als Lesende/r auch versteht, warum das so ist. Ich kann mich noch zu keinem abschließenden Eindruck überwinden. So richtig kommt Tom Bachmann auch mit seinem Team noch nicht klar. Teilweise behandelt er seine Mitarbeitenden nicht gut, was mich beim Lesen ziemlich gestört hat. Klar ist, dass die Person Tom Bachmann polarisiert. Vielleicht habe ich nach dem zweiten Fall einen richtigen Eindruck!

Fazit:

„Der Blutkünstler“ ist bereits im Mai 2021 erschienen, und leider bin ich erst jetzt dazu gekommen, das Buch fertig zu lesen und zu rezensieren. Aber dies zum Glück noch pünktlich, denn am 01.05.2022 erscheint bereits der zweite Fall mit Tom Bachmann („Der Zoomkiller“), zunächst als eBook.

Doch zurück zu „Der Blutkünstler“. Vom Plot her und auch von der gesamten Ermittlungsarbeit würde man den Fall eher in den USA ansiedeln und nicht in Deutschland. Wie gut, dass der Hauptermittler Tom Bachmann eine Profiler-Ausbildung von einem längeren USA-Aufenthalt mitgebracht hat.

Ich finde die Ermittlungsarbeit in „Der Blutkünstler“ grundsätzlich solide und logisch. Für eine erfahrene Thriller-Konsumentin wie mich gab es leider die eine oder andere Unstimmigkeit. Zum Beispiel das Vergleichen von Fällen im Internet, denn so einfach wie es hier dargestellt wird, ist das bestimmt auch wieder nicht, nach vergleichbaren Fällen in Datenbänken zu suchen, noch dazu im Ausland. Der Plot hingegen ist sorgfältig ausgearbeitet, und das Ende nachvollziehbar. Leider hatte ich aber das Gefühl, dass das Ende des Buches ein wenig erzwungen wurde, und auch der Cliffhanger, den ich wahrgenommen habe, kommt ein wenig mit Brachialgewalt daher.

Mein Gesamteindruck ist, dass bei diesem Buch irgendwie ein wenig alles too much ist. Man ist am Ende ein wenig geflashed, ob man dies nun positiv oder negativ sehen möchte, kommt auf eigene Einstellung an.

Leseempfehlung:

Da das Buch alles in allem sehr spannend ist, und ich auch viel über Psychopathen und Serienkiller und die Vorgehensweise beim Profiling gelernt habe, vergebe ich dennoch vier Sterne und empfehle „Der Blutkünstler“ allen, die auch vor etwas blutrünstigen Thrillern nicht zurückschrecken. Den zweiten Fall mit Tom Bachmann werde ich mir jedenfalls nicht entgehen lassen.

Die Dauerleserin

Anmerkungen:

Diese Rezension habe ich in einem ähnlichen Wortlaut heute auch bei NetGalley und bei Amazon veröffentlicht.

 

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