Cover_Der Tod sagt die Wahrheit_Thumb300_zeigt düsteren Feldweg mit Dorf im Hintergrund

Der Tod sagt die Wahrheit (Rezension)

3 von 5 Sternen

Bachmann, Henri | Edition M | 317 Seiten | eBook Kindle
Erschienen : 7. September 2021 | ASIN B08WWTT78P | 1. Auflage
Serie: Hanna Blum ermittelt | Band 2 | Kriminalroman, Regional-Krimi

 

Werbung/ Rezension: „Der Tod sagt die Wahrheit“ von Henri Bachmann hat mir Edition M über NetGalley als persönliches Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Ich versichere, dass meine Meinung zu diesem Buch rein subjektiv ist und durch die kostenfreie Überlassung des Rezensionsexemplars nicht beeinflusst wird.

Von kolumbianischen Krawatten und Mikroexpressionen

„Der Tod sagt die Wahrheit“ ist der zweite Fall für die Frankfurter Hauptkommissarin Hanna Blum. Hanna hat einen neuen Kollegen, Kollege Bela Bartosz, mit dem sie sich aber erst noch anfreunden muss. Gleich zu Beginn des Buches gibt es schon die erste Leiche, und schon kurz darauf die zweite und später im Buch auch noch eine dritte. Hängen die Fälle irgendwie zusammen? Das Team ermittelt fieberhaft, denn die Zeit arbeitet gegen die Ermittelnden. Und auch Hannas Privatleben steht kopf. Was am Ende herauskommt, ist erschreckend:

„Ja, manchmal ist die Wahrheit sehr verrückt.“ (Kindle-Position 4123)

Cover und Schreibstil:

Das Cover von „Der Tod sagt die Wahrheit“ zeigt einen Pfad in einer ländlichen Umgebung und macht einen düsteren, aber interessanten Eindruck. Henri Bachmanns Schreibstil ist flüssig und die Wortwahl gut und ansprechend. Leider habe ich mit meiner „Rechtschreib-Macke“ zu viele Rechtschreib- und Grammatikfehler gefunden, und außerdem hat mich an einigen Stellen die Umgangssprache, die für mich wenn überhaupt nur in Dialoge gehört, gestört, schade.

Man muss übrigens den ersten Fall mit Hanna Blum nicht zwingend gelesen haben, um gut in das Buch reinzukommen.

Fazit und Leseempfehlung:

„Der Tod sagt die Wahrheit“ hat mich persönlich leider nicht völlig überzeugen können. Die Fälle an sich sind sehr spannend. Doch leider verhält sich die Hauptprotagonistin Hanna Blum an vielen Stellen im Buch höchst unprofessionell. Eigentlich liebe ich authentische Ermittelnde mit Charakter, und sie dürfen auch ein wenig schrullig sein, das hat Charme. Aber hier war es dann einfach ein wenig zu viel des Guten, denn abgesehen von der Unprofessionalität gibt es da auch noch diesen ständigen enervierenden und sinnbefreiten Schlagabtausch zwischen Hanna und Bela. Noch dazu macht Hanna auch noch echt üble Witze über die Ermittlungen, was mir überhaupt nicht gefallen hat, zum Beispiel:

„Am Ende krümmten sich beide vor Lachen und beschlossen, es sei doch wahrscheinlicher, ein siebenjähriges Mädchen aus Lappland hätte die Taten begangen, als dass eine Kreatur mit ihrem eskalierten Täterprofil überhaupt exisierte.“ (Kindle-Position 1470)

Da bleibt dann leider die Spannung beim Lesen irgendwie auf der Strecke, bis auf die Stellen im Text, wo sich Hanna verfolgt fühlt. Da helfen auch die an ein paar wenigen Stellen eingebauten Passagen, in denen der Täter zu Wort kommt, nichts.

Dieser Krimi hätte meiner Meinung nach durchaus Potenzial gehabt, aber diese Chance wurde nicht genutzt. Am Ende blieben bei mir viele Fragen offen, aber die Antworten darauf will ich auch nicht wirklich wissen. Die vielen kritischen Bewertungen bei zum Beispiel Amazon unterstützen diese Einschätzung leider.

Ich empfehle „Der Tod sagt die Wahrheit“ allen Regional-Krimi-Fans. Bei mir reicht es leider nur für drei Sterne.

Die Dauerleserin

Anmerkungen:

Meine Rezension habe ich im gleichen oder ähnlichen Wortlaut auch bei Amazon und NetGalley veröffentlicht.

 

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