Cover_Der Zoomkiller_Thumb300_zeigt übergroßes menschliches Auge, alles in Lilatönen

Der Zoomkiller (Rezension)

4 von 5 Sternen

Meyer, Chris | Ullstein eBooks | 385 Seiten | eBook Kindle
Erschienen : 1. Mai 2022 | ASIN B09LNRB56L | 1. Auflage
Serie: Tom-Bachmann-Serie | Band 2 | Thriller

 

It’s Showtime!

„Der Zoom-Killer“ ist der zweite Band mit Tom Bachmann als Hauptermittler. Während einer Zoom-Konferenz wird einer der Teilnehmenden brutal vor laufender Kamera erst gequält und dann ermordet. Der Täter hat dafür gesorgt, dass sich die anderen Teilnehmenden dem Ganzen nicht entziehen können, sondern zugucken müssen. Und sie können auch keine Hilfe herbeirufen.

Das ist ein Fall für das LKA und Tom Bachmann. Doch während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, gibt es weitere Opfer. Kannten sich die Opfer, und gibt es einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Taten? Ist die Lösung der Fälle wirklich im sogenannten Darknet zu finden?

Cover und Schreibstil:

Das Cover von „Der Zoom-Killer“ gefällt mir zwar grundsätzlich von der Farbgestaltung und dem Motiv her gut, aber am Ende wirkt es dann doch – zumindest in der digitalen Version – ein wenig billig. Ich habe allerdings gehört, dass das Buch in der Taschenbuchversion viel hochwertiger daherkommt.

Chris Meyers Schreibstil ist flüssig, und die Handlung wird durchweg spannend erzählt. Es gibt außerdem viele Perspektivenwechsel und verzwickte Wendungen, die die Spannung noch erhöhen. Man muss übrigens den Vorgängerband („Der Blutkünstler“) nicht unbedingt gelesen haben, um gut in „Der Zoom-Killer“ hineinzukommen, aber wenn man Tom Bachmann als Person richtig wahrnehmen und genießen möchte, sollte man den Vorgängerband kennen.

Fazit:

„Der Zoom-Killer“ ist von vorne bis hinten spannend, man brennt einfach nur darauf, zu wissen, was hinter der ganzen Sache steckt.

Tom Bachmann als Hauptermittler ist trotz seiner Vergangenheit sympathisch und authentisch und hat mich deswegen wieder überzeugt. Nur Tom Bachmanns Vergangenheit, die ihn immer wieder einholt, und die toxische Beziehung zu seinem „Bruder“ Aaron, der als Robin Hood auftritt, aber im Grunde genommen einfach nur böse ist und auch alles, was mit Tom Bachmanns Vater zusammenhängt, kratzen ein wenig an diesem positiven Eindruck, schade. Ich habe die Passagen mit Aaron ein paarmal überblättert, muss ich zugeben. Aber im Großen und Ganzen passt es dann doch wieder.

Leseempfehlung:

Chris Meyer verfolgt ihren Stil konsequent weiter. Auch „Der Zoom-Killer“ ist spannend und brutal. Am liebsten würde ich persönlich sagen, dass „Der Zoom-Killer“ das letzte Buch, das ich von diesem Autor gelesen habe, ist. Aber dies wird wahrscheinlich nicht so sein, denn insgeheim bin ich schon ein wenig süchtig nach diesen Thrillern. Und ich muss eigentlich auch wissen, ob Tom Bachmann irgendwann mal seine Kindheitstraumen endgültig bearbeiten und hinter sich lassen kann.

Wie auch immer. Wegen der beschriebenen Kritikpunkte reicht es bei mir leider nur für vier Sterne. Ich empfehle „Der Zoom-Killer“ natürlich zunächst einmal allen Chris Meyer und Tom Bachmann-Fans. Aber auch alle anderen, die gerne etwas blutrünstige und/ oder Thriller mit Tiefgang lesen, kommen mit „Der Zoom-Killer“ auf jeden Fall auf ihre Kosten.

„What a wonderful world.” (eBook, S. 369).

Die Dauerleserin

Anmerkungen:

„Der Zoom-Killer“ ist im Kindle-Format bei Ullstein eBooks erschienen.

Diese Rezension habe ich im gleichen oder ähnlichen Wortlaut auch bei Amazon und Vorablesen veröffentlicht.

 

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