Cover_Die Professorin_Thumb300_zeigt einen Graphen und Blut

Die Professorin (Rezension)

5 von 5 Sternen

Ernst, Matthias | dp Verlag | 896 Seiten | eBook
Erschienen : 1. Oktober 2022 | ASIN B0BG5CLX6Q |
Thriller

 

Werbung/ Rezension: Der Thriller „Die Professorin“ von Matthias Ernst hat mir Digital Publishers (dp Verlag) als kostenloses Rezensionsexemplar (eBook)  zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Das Buch ist am 01.10.2022 erschienen. Die kostenfreie Überlassung des Buches hat keine Auswirkungen auf meine persönliche Meinung.

Sprich mit mir!

In London geht ein Serienmörder um. Seine Opfer sind junge Frauen, die er tötet und verstümmelt. Olivia Jenner, eine Londoner Polizistin, sieht Parallelen zu einem alten Fall. Vor sieben Jahr hat der sogenannte „Putney-Slasher“ auf ähnliche Weise gemordet, ganz im Stil von Jack the Ripper. Der Fall hat Olivia nie losgelassen.

Die Mordserie von damals endete plötzlich, als ein Mann (David Armstrong) mit einem Messer in der Hand bei einer weiblichen Leiche aufgefunden und bei seiner Festnahme durch einen Schuss so schwer verletzt wurde. Seitdem ist Armstrong vollständig gelähmt, aber bei vollem Bewusstsein, und vegetiert in einem Pflegeheim vor sich hin.

Aber nicht nur Olivia interessiert sich für den Fall. Die Neuro-Psychologin Susanna Madueke, die an der Uni um die Weiterfinanzierung ihres Jobs bangen muss, möchte versuchen, mit dem vermeintlichen Mörder zu kommunizieren, indem sie mit einer Software einen neuen Kommunikationskanal zwischen ihm und seiner Außenwelt schafft. Wenn Olivia recht hat, und Armstrong nicht der Mörder von damals ist, könnte es sein, dass der Mörder von damals noch frei herumläuft und weiter mordet.

Aus Olivia und Susanna wird ein ungleiches Team, aber mit einem gemeinsamen Ziel: Herauszufinden, ob wirklich der Mörder von damals war und weitere Morde zu verhindern.

Doch nicht nur die Zeit arbeitet gegen die beiden.

Cover und Schreibstil:

Das Cover von „Die Professorin“ mit viel Blut gestaltet und macht neugierig. Es ähnelt dem Cover von „Der Therapeut“ – hoher Wiedererkennungswert!

„Die Professorin“ ist nach „Der Therapeut“ das zweite Buch, das ich von diesem Autor gelesen habe. Man kann die beiden Bücher unabhängig voneinander lesen, es ist keine Serie.

Matthias Ernsts Schreibstil ist flüssig. Ich habe keinerlei Längen festgestellt. Man merkt an vielen Stellen, dass der Autor „vom Fach“ ist, er hat Psychologie studiert. Deswegen kann man ihm vertrauen, dass zumindest, was psychologische Aspekte betrifft, alles richtig ist. Zum Beispiel waren die Informationen über das sogenannte „Locked-In-Syndrom“ interessant und überzeugend dargestellt, und auch die „Kommunikation“ mit dem gelähmten Armstrong war spannend. Gerne hätte der Autor das „Jack-the-Ripper-Thema“ noch weiter ausbauen können.

Erwähnenswert ist noch, dass an einigen Stellen im Buch der echte Täter inkognito zu Wort kommt. Das hat mir richtig gut gefallen.

Fazit und Leseempfehlung:

„Die Professorin“ ist meiner Meinung nach richtig spannend geschrieben, und ich habe diesen Thriller in einem Rutsch durchgelesen.

Die beiden Haupt-Protagonistinnen Olivia und Susanna mit all ihren Sorgen und Ängsten werden authentisch beschrieben. Beide Frauen haben ihr Päckchen zu tragen: Olivia hat sich wie bereits erwähnt an dem Fall festgebissen, seit sieben Jahren lassen ihr die Vorkommnisse keine Ruhe, und ihre Ehe leidet unter ihrer verbissenen Art, mit dem Fall umzugehen. Susanna muss wie bereits erwähnt an der Uni um ihren Job kämpfen und ist noch dazu alleinerziehend.

Als Team kommen Olivia und Susanna überzeugend rüber. Witziger Weise sind sie beide eigentlich nicht autorisiert, überhaupt in dem Fall zu ermitteln.

Am Ende wird das Buch noch einmal richtig spannend, und es wird ein Täter präsentiert, der einen wirklich überrascht.

Nach all dem Lob kommt jedoch das große Aber: Hundertprozentig überzeugen konnte mich die Handlung von „Die Professorin“ trotz aller Spannung am Ende dann doch leider nicht. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse, und ich persönlich hatte das Gefühl, dass der Autor das Buch irgendwie schnell zu Ende bringen wollte. Und, naja, ein wenig unrealistisch ging es dann am Ende des Buches dann auch noch zu. Dies hat mich jedoch aufgrund des spannenden Schreibstils nicht allzu sehr gestört.

Ich kann „Die Professorin“ trotz der geschilderten Schwächen mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Es ist ein spannender Thriller mit sympathischen Hauptprotagonistinnen, der einen fortwährend zum Miträtseln einlädt. „Die Professorin“ ist kein Thriller von der Stange, man merkt die Kompetenz des Autors, und das ist viel wert!

Hier noch wie gewohnt ein richtiges Gänsehaut-Zitat aus diesem Buch:

„Sie sind also der Putney-Slasher“ (…)

„Ich mochte diesen Beinamen nie“ (…) „Er wurde von der Yellow-Press geprägt, die wohl vermeiden wollte, mich als das zu bezeichnen, was ich bin: Der legitime Nachfolger von Jack the Ripper.“ (eBook, S. 826)

Ich empfehle „Die Professorin“ allen, die spannende Thriller im englischen Stil mögen. 4 Sterne von mir!

Die Dauerleserin

Anmerkungen:

Meine Rezension habe ich im gleichen oder ähnlichen Wortlaut auch auf der Verlagsseite, bei Amazon und Thalia veröffentlicht.

Bitte lest auch meine Rezension zu „Der Therapeut“.

 

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