
Die stumme Tochter (Rezension)
Walter, B. P. | dp Verlag | 400 Seiten | eBook
Erschienen : 7. Mai 2026 | ASIN B0GRCMJCXT | 1. Auflage
Psychothriller
Werbung/ Rezension: „Die stumme Tochter“ von B. P. Walter hat mir der dp Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar (eBook) zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Das Buch ist am 07.05.2026 erschienen. Die kostenfreie Überlassung des Buches hat keine Auswirkungen auf meine persönliche Meinung.
Rezension-to-go: Berührend, spannend, aber leider auch ein wenig unrealistisch … Trotzdem empfehlenswert.
Ausnahmesituation
Caroline und Alec haben ihre Tochter Jennifer bei einem schrecklichen Attentat in Stratford verloren. Was vor allem Caroline beschäftigt, ist die Frage, warum ihre Tochter überhaupt zu diesem Zeitpunkt an diesem Ort war. Carolien stellt selbst Nachforschungen an. Im Chatverlauf in Jennifers Handy sieht sie, dass Jennifer an dem Tag des Attentats mit einem Jungen namens Michael verabredet war statt wie besprochen zu einer Freundin zu fahren. Jennifer hat ihre Eltern angelogen. Doch wer ist Michael?
Cover und Schreibstil:
Der Schreibstil des Autors B. P. Walter ist beeindruckend. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, dadurch wird sie spannend und lebendig.
Auf dem Cover sind ein hell erleuchtetes Fenster und der Schatten einer Frau zu sehen. Das Cover wirkt auf mich friedlich und beunruhigend zugleich.
Fazit und Leseempfehlung:
Caroline und Alec erleben das Schlimmste, was Eltern passieren kann: Ihre Tochter stirbt. Es ist verständlich, dass sie wissen wollen, was genau geschehen ist, wobei Caroline bei Weitem engagierter ist als Alec.
Ich konnte zu jeder Zeit Carolines Wut und Verzweiflung nachempfinden. Der Autor schafft es, ihre Gedankengänge bestens darzustellen, aber das, was sie im Laufe der Geschichte alles anstellt, ist leider nicht realistisch. Und auch Alec verhält sich als betroffener Vater und Ehemann nicht immer adäquat, was mich beim Lesen zunehmend irritiert und gestört hat.
Dennoch konnte ich das Buch nicht aus den Händen legen, es war einfach zu spannend. Es gibt viele überraschende Wendungen. Noch dazu ist dieser Psychothriller unbedingt auch sozialkritisch, was mir gut gefallen hat.
Das Ende des Buches ist spannend, aber leider auch ein wenig verworren. Ich habe zeitweise befürchtet, dass der Autor es nicht schafft, das Ganze überzeugend aufzulösen.
Ich vergebe für „Die stumme Tochter“ vier Sterne und empfehle diesen Psychothriller, allen die komplexe Handlungen mit vielen Emotionen mögen.
Die Dauerleserin
Anmerkungen:
Diese Rezension habe ich im gleichen oder ähnlichen Wortlaut auch auf der Verlagsseite sowie bei Amazon und Lovely Books veröffentlicht.