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Düsterhof (Rezension)

4 von 5 Sternen

Schwermer, Melisa | FeuerWerke Verlag | 302 Seiten | eBook
Erschienen : 26. April 2022 | ASIN B09X67V1LG | 1. Auflage
Thriller

 

Werbung/ Rezension: „Düsterhof“ von Melisa Schwermer  hat mir  der FeuerWerke Verlag als persönliches Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Ich versichere, dass meine Meinung zu diesem Buch rein subjektiv ist und durch die kostenfreie Überlassung des Rezensionsexemplars nicht beeinflusst wird.

Von Serienkillern, Pferderippern, Kadaverzimmern und düsteren Geheimnissen

„Düsterhof“ beginnt damit, dass eine Frau in ihrer Wohnung überfallen und getötet wird. Es gibt keine Einbruchsspuren. Zunächst spricht alles dafür, dass ihr Ex-Freund der Täter ist. Doch Annabelle (Anna) Hart, die Rechtsanwältin des Verdächtigen, und Felix Hertzlich, ein Privatermittler, gehen gemeinsam der Sache auf den Grund. Dabei bringen sie sich auch selbst in Gefahr. Es bleibt nicht bei dem einen Mordopfer, und zeitgleich zu der Mordserie kommt es auch immer wieder zu brutalen Angriffen auf Pferde. Gibt es hier einen Zusammenhang? Die Wahrheit, die nach und nach ans Licht kommt, ist grausam und unbegreiflich …

„Es ist so schrecklich, wenn etwas Grausames im näheren Umfeld passiert. Man meint immer, solche Bluttaten würden nur woanders verübt, in Amerika oder so, aber das Böse gibt es wohl überall.“ (eBook, S. 110).

Cover und Schreibstil:

Das Cover von „Düsterhof“ ist dunkel und geheimnisvoll. Es passt sehr gut zum Inhalt des Buches. Melisa Schwermers Schreibstil ist ansprechend und spannend. Die Kapitel sind angenehm kurz.

Fazit und Leseempfehlung:

„Düsterhof“ hat mich in erster Linie wegen des Covers neugierig gemacht. Ich habe einen richtig spannenden Thriller erwartet und wurde auch nicht enttäuscht.

Die Ermittlungsarbeit mit all ihren Höhen und Tiefen ist sehr gut nachvollziehbar und spannend geschildert. Mehrmals kommen sowohl Anna und Felix als auch die offiziellen Polizisten an ihre Grenzen, denn was sich nach und nach herauskristallisiert, ist kaum zu glauben:

„Wie viele Punkte der Psychopathenliste konnte jemand erfüllen?“ (eBook, S. 498)

Die Auflösung des Falles ist schlüssig und spannend, allerdings war der Showdown am Ende ein wenig too much. Die Stellen, an denen der Mörder selbst zu Wort kommt, sind richtig gut geschrieben, hier hätte die Autorin jedoch mehr in die Tiefe gehen können.

Was mir nicht so gut gefallen hat, und was auch zu einem Punkt Abzug in meiner Bewertung führt, ist, dass die Charaktere der beiden Hauptprotagonisten Anna und Felix noch nicht ausreichend herausgearbeitet wurden. Ich persönlich kann mir zum Beispiel noch gar nicht so richtig vorstellen, wie Anna und Felix aussehen. Hier wurde meiner Meinung nach Potenzial verschenkt. Dafür wurde Energie in die Frage gesteckt, wer von den beiden für wen arbeitet, und ob Felix überhaupt Lust hat, mit Anna zusammenzuarbeiten. Dieses ständige Geplänkel finde ich höchst überflüssig, zumal dadurch unnötigen Längen entstanden sind.

Im Ergebnis ist „Düsterhof“ auf jeden Fall lesenswert und hat für mich locker vier Sterne und eine dringende Empfehlung an alle Thriller-Fans verdient. Gerne würde ich auch einen weiteren Fall lesen, in der Hoffnung, noch mehr über Anna und Felix zu erfahren.

Die Dauerleserin

Anmerkungen:

Meine Rezension habe ich im gleichen Wortlaut heute auch auf der Seite des FeuerWerke Verlags sowie bei Amazon, Hugendubel, Thalia, Lovely Books und Vorablesen veröffentlicht.

 

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