Cover_Fisch Land Grab_Thumb300_zeigt einsamen Pfad an der Ostsee, die Ostsee im Hintergrund, und einen düsteren Himmel

Fisch Land Grab (Rezension)

4 von 5 Sternen

Schwarz, Rita | Wekwerth, Rainer | Edition M | 300 Seiten | eBook Kindle
Erschienen : 6. September 2022 | ASIN ‎ B09VGHR2SD | 1. Auflage
Serie: Stein & Peters ermitteln | Band 2 | Ostsee-Krimi

 

Werbung/ Rezension: „Fisch Land Grab“ von Rainer Wekwerth und Rita Schwarz hat mir Edition M (Amazon Publishing) über NetGalley als persönliches Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Ich versichere, dass meine Meinung zu diesem Buch rein subjektiv ist und durch die kostenfreie Überlassung des Rezensionsexemplars nicht beeinflusst wird.

Raubtierkapitalismus und innovative Grabnutzung

„Fisch Land Grab“ ist der zweite Fall für den schrulligen Bestatter Jesper Stein und seine Angestellte Nina Peters. Am Strand wird eine männliche Leiche gefunden angespült. Die Umstände sprechen dafür, dass der Mann auf einem Schiff gearbeitet hat und über Bord gegangen ist, so dass die Polizei den Fall zu den Akten legen will. Aber Nina Peters und ihr Chef Jesper Stein haben Zweifel und fangen an, herumzuschnüffeln. Es wird gefährlich für die beiden, denn der Verstorbene hatte Verbindungen zur Russischen Mafia …

Cover und Schreibstil:

Auf dem Cover von „Fisch Land Tod“ ist wieder ein Pfad an der Ostsee im Dunkeln zu sehen. Im Vordergrund ist diesmal ein blauer Schmetterling zu sehen. Das Cover wirkt düster und würde neugierig auf diesen Krimi machen, wenn das es nicht zu sehr ein Abklatsch des ersten Covers wäre. Schade, hier wurde Potenzial verschenkt!

Das Autorenduo Rita Schwarz und Rainer Wekwerth ist seinem Schreibstil treu geblieben: abwechslungsreich und spannend. Der Titel ist gut gewählt und passt zum Inhalt. Die relativ kurzen Kapitel sind lesefreundlich. Typisch für einen Regional-Krimi, gibt es im Buch noch jede Menge anschauliche Landschaftsbeschreibungen. Oberdrauf gibt es noch bekannte russische Sprichwörter und einige Kochrezepte. Wie auch im ersten Band der Serie erfährt man auch in diesem Fall nebenbei noch ganz viel über die Arbeit eines Bestatters, was ich persönlich interessant fand. Und wiederum gibt es im Wesentlichen zwei große Handlungsstränge, die am Ende geschickt zusammengeführt werden.

Man kann man diesen Krimi auch gut lesen, ohne den ersten Fall zu kennen.

Fazit und Leseempfehlung:

Der eine Haupt-Handlungsstrang spielt überwiegend im beschaulichen Ostseeort Born, der andere Haupt-Handlungsstrang in Russland. Beide Handlungsstränge sind interessant, wobei mir die Passagen, die in der Gegenwart an der Ostsee spielen, deutlich besser gefallen haben. Mindestens zwei der Nebenhandlungen bewerte ich leider als überflüssig und allenfalls seitenfüllend.

Für meinen Geschmack leider ein wenig zu sehr wird auch in diesem Fall auf den Unterschieden zwischen Jesper Stein und Nina Peters herumgeritten. Auch eine an sich witzige Idee kann man überstrapazieren! Aber die wirklich herrlichen Dialoge zwischen den beiden Hauptprotagonisten, geprägt von Schlagfertigkeit und Sarkasmus, kompensieren diese Schwäche des Buches vortrefflich.

Aber wie auch beim ersten Fall ist die Auflösung ungewöhnlich, und genauso wie der erste Fall ist „Fisch Land Grab“ genau das richtige Buch für einen Lesenachmittag im Strandkorb. Alles in allem ist „Fisch Land Grab“ wieder ein spannender, unblutiger Krimi, den ich allen Regional-Krimi-Fans dringend ans Herz lege. Gerade noch 4 Sterne !

„… einen Mord kann man ohne Leiche leider nicht beweisen.“ (Kindle-Position 3028)

Die Dauerleserin

Anmerkungen:

Meine Rezension habe ich im gleichen oder ähnlichen Wortlaut auch bei Amazon und NetGalley veröffentlicht.

Bitte lest auch meine Rezension zum ersten Fall: „Fisch Land Tod“

 

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