Cover Kalter Neid Thumb 300

Kalter Neid (Rezension)

4 von 5 Sternen

Lautenschläger, Angela | dotbooks | 410 Seiten | eBook Kindle
Erschienen : 1. Juli 2021 | ASIN B0983D4QKD | 1. Auflage
Serie: Ein Fall für Sommer und Kampmann | Band 1 | Krimi

 

Werbung/ Rezension: „Kalter Neid“ von Angela Lautenschläger wurde mir vom dotbooks Verlag im Rahmen einerLeserunde bei lovelybooks.de als Rezensionsexemplar im Kindle-Format zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Ich versichere, dass meine Meinung zu diesem Buch rein subjektiv ist und durch die kostenfreie Überlassung des Rezensionsexemplars nicht beeinflusst wird.

Kalter Neid und heißer Kaffee

Theresa Sommer arbeitet als Rechtsanwältin in Hamburg. Als ihre Mandantin Julia Sagmeister nicht zum Scheidungstermin beim Gericht erscheint, ist Theresa verzweifelt. Wie gut, dass sie ihre Tante Hedwig hat, die, ohne dass Theresa viel betteln muss, zur Wohnung der Mandantin fährt, um nach dem Rechten zu schauen. In der Wohnung findet Hedwig die Mandantin tot auf.

Wer ist der Mörder? Der Noch-Ehemann bleibt nicht der einzige Verdächtige, denn dieser Fall ist komplexer, als es zunächst den Anschein hat. Und was hat der Mord mit der alten Zeitungsausgabe zu tun, die in der Wohnung des Opfers gefunden wurde? Tante Hedwig und Theresa ermitteln, und zum Glück gibt es auch noch den Kommissar Lukas Kampmann und den Taxifahrer Mustafa Yildirim, der auf geradezu wundersame Weise alles macht, was Tante Hedwig ihm aufträgt.

Cover und Schreibstil

Mir gefällt das Cover von „Kalter Neid“ von der Aufteilung und der Farbgebung her sehr gut. Nur das Wort „Neid“ kommt leider nicht richtig zur Geltung.  Es ist, weil es in den Rand reinragt, schlecht zu lesen und wirkt „verrutscht“, finde ich.

Angela Lautenschlägers Schreibstil ist flüssig, und auch der Humor kommt bei ihr nicht zu kurz. Leider wurde das Thema Kaffee und alles, was damit zusammenhängt, in diesem Krimi überstrapaziert. Gefühlt auf jeder Seite wurde Kaffee gekocht oder Kaffee getrunken, schade!

Fazit und Leseempfehlung

Dieses Buch ist faszinierend, denn: Aufgrund der Buchbeschreibung und des Covers war ich sehr gespannt, nach den ersten Seiten ein wenig enttäuscht und am Ende dann doch ganz zufrieden. Dies passiert mir selten beim Lesen, weil ich die Bücher, die ich lese, nach meinem Geschmack aussuche. Nun ja.

Die eigentliche Handlung von „Kalter Neid“ ist viel komplexer, als es zunächst den Anschein hat.  Die Autorin sorgt dafür, dass man beim Lesen stets herumrätselt und überrascht mit vielen Wendungen. Auch das Ende war – entgegen meinen ersten Befürchtungen – weder banal noch vorhersehbar.

Tante Hedwig ist eine Nummer für sich. Ziemlich schnell wird beim Lesen klar, dass sie ihr eigenes Ding macht und sich nicht viel sagen lässt. Sie hat mich sofort an Miss Marple erinnert, so penetrant wie sie auftritt. Dass das selbständige Ermitteln nicht ganz ohne Zwischenfälle abläuft, war vorhersehbar, aber die Autorin hat dies so charmant und überzeugend rübergebracht – da gibt es nicht viel zu kritisieren.

„Kalter Neid“ ist das Debüt einer neuen Krimireihe mit der Anwältin Theresa Sommer und dem Kommissar Lukas Kampmann. Beide Ermittelnde bleiben leider noch ein wenig blass. Hier müsste sich in den Folgebänden noch etwas tun, wobei es die beiden eigentlichen Hauptprotagonisten nicht leicht haben werden, wenn sie sich gegen Tante Hedwig behaupten müssen.

Ich empfehle „Kalter Neid“ allen, die unblutige, aber komplexe Kriminalfälle mögen, und vergebe vier Sterne.  Ich freue mich auf weitere Fälle mit diesem sympathischen Ermittlungsteam, dem in diesen ersten Band jedoch wie bereits erwähnt leider noch ein wenig Kontur fehlte.

Die Dauerleserin

Anmerkungen:

Diese Rezension habe ich am  18.01.2022 auch bei Lovelybooks und  Amazon mit einem ähnlichen Wortlaut veröffentlicht.

 

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