Cover_Mord und Espresso_Thumb300_zeigt einen Uferbereich des Gardasees, im Hintergrund die Berge

Mord und Espresso (Rezension)

5 von 5 Sternen

Horn, Elizabeth | Servus Verlag bei Benevento Publishing | 304 Seiten | Taschenbuch
Erschienen : 23. Mai 2024 | ISBN 978-3710403439 | 1. Auflage
Serie: Ein Gardasee-Krimi | Band 3 | Gardasee-Krimi, Regional-Krimi

 

Werbung/ Rezension: „Mord und Espresso“ von Elisabeth Horn hat mir der Servus Verlag (Benevento Publishing) schon vor dem offiziellen Erscheinungstermin als persönliches Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für euer Vertrauen! Ich versichere, dass meine Meinung zu diesem Buch rein subjektiv ist und durch die kostenfreie Überlassung des Rezensionsexemplars nicht beeinflusst wird.

Rezension-to-go: „Mord und Espresso“  ist ein chilliger, aber trotzdem spannender Regional-Krimi. Bitte nicht verpassen! Fünf Sterne von mir!

Andere Leute – andere Pläne

Commissario Fabio Angelotti und seine Kollegin Ispettore Manuela Pollicino sollen in Kürze nach Riva del Garda versetzt werden. Doch, anstatt die verbleibende Zeit abzusitzen und sich auf den neuen Job vorzubereiten, stolpert Fabio in seinen nächsten Fall: Er wird darüber informiert, dass im Palzazzo Bianchi, einem Luxushotel vor Ort, merkwürdige Dinge geschehen. Der Palzazzo Bianchi ist zu allem Übel auch noch das Hotel, wo Charlotte Stutz’ Ehemann vor nicht allzu langer Zeit ermordet wurde.

Das ganze Dorf steckt gerade in den Vorbereitungen zum jährlichen Ballo dei Limoni, ein gesellschaftliches Event, bei dem all die Reichen und Schönen aus der Gegend zusammen feiern. Charlotte Stutz (Carlotta), die nun mit Fabio liiert ist, und Fabio und sein Team ermitteln vor Ort. Sie stellen Erstaunliches fest.
Kurz darauf entdecken Carlotta und Fabio auch noch bei einem Ausflug eine männliche Leiche in einem Ruderboot. Es handelt sich um Avvocato Sala. Im Laufe der Geschichte stellt sich heraus, dass ein Investor versucht hat, den Palazzo Bianchi zu kaufen, womit nicht alle Menschen im Dorf einverstanden waren …

Cover und Schreibstil:

Auf dem Cover von „Mord und Espresso“ ist ein für den Gardasee typischer Küstenabschnitt zu sehen: dichtgedrängte Häuser, im Hintergrund der See. Über der Szenerie ist ein dunkler Himmel mit beeindruckenden Gewitterwolken und in der linken oberen Bildhälfte eine Tasse mit Espresso zu sehen. Es ist ein Cover, dass typisch für diese Krimiserie ist, somit hat es einen hohen Wiedererkennungswert. Beachtenswert ist auch der knallgelbe Buchschnitt.

Elisabeth Horns Schreibstil hat mir ein weiteres Mal gut gefallen. Man fliegt beim Lesen von Seite zu Seite, und obwohl „Mord und Espresso“ ein Cosy-Krimi-Fall ist, ist das Buch spannend. Zudem kommen und auch Humor und Ironie nicht zu kurz. Hier ein herrlicher Satz aus dem Buch:

„Männer sind so leicht manipulierbar. Große, traurige Augen, lange Wimpern. Ein melancholischer Blick, und schon ist die Ratio im Eimer.“ (Buch, S. 172)

„Mord und Espresso“ ist bereits der dritte Fall für das außergewöhnliche Ermittlerpaar, aber man muss die Vorgängerbände nicht zwingend kennen, um gut in das Buch hineinzukommen.

Man merkt quasi auf jeder Seite des Buches, wie sehr Elisabeth Horn Italien, insbesondere aber die Gegend, in der der Krimi spielt, liebt. Aber auch Fabio ist eine geradezu liebevoll herangezüchteter Hauptcharakter, der viele Ecken und Kanten, aber auch das Herz am rechten Fleck hat. Fabio ist Polizist aus Leidenschaft und bewacht sein Team mit Argusaugen. Gleichzeitig pflegt er seine Beziehung zu Carlotta und unterstützt seine Eltern, die eine kleine Pension vor Ort betreiben.

Unter https://www.servus-krimi.com/schauplatz/gardasee/ kann man sich viele wunderschöne Fotos von Limone sul Garda anschauen.

Fazit und Leseempfehlung:

Ich kenne die beiden vorherigen Fälle mit Carlotta und Fabio, und so konnte ich auch gleich direkt in diesen neuen Fall eintauchen. Wieder einmal kann es Carlotta nicht lassen, sich in die Ermittlungen einzumischen, und wieder einmal schafft es Fabio nicht, sie davon abzuhalten. Dies auch, weil der tote Rechtsanwalt der Ehemann ihrer Freundin Melina war.

Mit ihren Ermittlungen stechen Carlotta und Fabio in das sprichwörtliche Wespennest, und so gibt es am Ende mehrere Verdächtige. Die Auflösung des Falls ist für das Genre rasant und konnte mich überzeugen.
Zum Abschluss noch ein weiterer aussagekräftiger Satz aus dem Buch, der mich beeindruckt hat:

„Weder den See noch die mächtigen Berge interessierten die Probleme, Sorgen und Ängste der Geschöpfe, die um sie herumwuselten. So war es immer gewesen, so würde es immer sein.“ (Buch, S. 178)

Ich vergebe für „Mord und Espresso“ fünf Sterne und empfehle diesen Krimi allen, die die Serie bereits kennen, aber auch allen anderen Regional-Krimi-Fans.

Die Dauerleserin

Anmerkung:
Diese Rezension habe ich im gleichen oder ähnlichen Wortlaut auch bei Amazon, Thalia und Lovely Books veröffentlicht.

 

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