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P. S. Morgen bist du tot (Rezension)

3 von 5 Sternen

Kurian, Vera | Bastei Entertainment | 449 Seiten | eBook Kindle
Erschienen : 24. Juni 2022 | ASIN B09KX7XGZV | 1. Auflage
Thriller

 

Werbung/ Rezension: „P. S. Morgen bist du tot“ von Vera Kurian hat mir Bastei Entertainment über NetGalley als persönliches Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Ich versichere, dass meine Meinung zu diesem Buch rein subjektiv ist und durch die kostenfreie Überlassung des Rezensionsexemplars nicht beeinflusst wird.

Wenn ein perfider Plan nicht aufgeht

Die Studentin Chloe Sevres ist beginnt ihr Studium an der John Adams University in Washington D.C. Aber sie ist nicht nur Studentin, sondern sie ist gleichzeitig auch Probandin für eine wissenschaftlichen Studie: Sieben Personen, die nachweislich Psychopathen sind, sollen an der Uni studieren, ohne dass ihr Umfeld von dieser Studie weiß. Von sich selbst sagt Chloe übrigens:

„Ich bin so was wie eine gute Psychopathin.“ (Kindle-Position 1667).

Schon nach wenigen Seiten erfährt man, dass Chloe noch einen weiteren Grund dafür hat, genau an dieser Uni zu studieren: Sie plant einen Mord an einem Kommilitonen, der sie in der Vergangenheit zutiefst verletzt hat, und den sie nun abgrundtief hasst. Doch schnell wird klar, dass auf dem Campus noch eine andere Person mit mörderischen Plänen unterwegs ist.

Cover:

Das Cover von „P. S. Morgen bist du tot“ zeigt wohl ein Uni-Gebäude. Das Cover ist ansprechend gestaltet und macht neugierig auf das Buch.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Vera Kurian hat versucht, durch häufige Perspektivenwechsel Spannung in die Handlung hineinzubringen, was ihr meiner Meinung nach jedoch nur bedingt gelungen ist. Die vielen kurzen Kapitel sind lesefreundlich. Der Originaltitel (“Never Saw Me Coming“) passt besser als der Titel der Übersetzung.

Fazit:

Nur sehr selten hatte ich bislang solche Probleme bei der Bewertung eines Thrillers. Der Plot ist ausgesprochen gut, vor allem das Setting im Uni-Milieu hat mich interessiert. Die ersten Seiten waren auch recht spannend – man erfährt etwas über die Studie, die Ankunft Chloes, …

Aber schnell wurde mir klar, dass dieser Thriller mich nicht in seinen Bann ziehen wird, dazu ist der Spannungsbogen nicht ausreichend konzipiert. Noch dazu gibt leider viele unglaubwürdige Passagen, und auch Spannung wollte bei mir persönlich nicht so recht aufkommen. Die einzige wirklich spannende Frage für mich war, wer der Mörder ist, aber diese Art der Spannung reicht für einen Thriller nicht aus. Ein paar Mal habe ich als Vielleserin sogar den roten Faden beim Lesen verloren, was praktisch nie vorkommt. Schade. Einen starken Kontrast zur wenigen Spannung stellen die relativ brutalen Szenen, die immer wieder eingestreut sind, dar.

Dennoch: Allein von den verschiedenen Charakteren her und wegen der Dinge, die man über die Protagonisten im Laufe des Buches erfährt, ist „P. S. Morgen bist du tot“ nicht uninteressant, zumal man noch jede Menge interessante Dinge über Psychopathen erfährt, zum Beispiel:

„Wie sich herausstellte, sahen Psychopathen nicht irre aus, hatten keinen wahnsinnigen, glotzenden Blick.“ (Kindle-Position 2440)

Im Ergebnis hat mich die Umsetzung der eigentlich guten Idee bei diesem Thriller leider nicht überzeugt. Mich persönlich hat „P. S. Morgen bist du tot“ nicht erreicht.

Leseempfehlung:

Ich vergebe 3 Sterne und empfehle „P. S. Morgen bist du tot“ allen, die einen Thriller abseits vom Mainstream suchen, und die auch mit weniger Spannung zufrieden sind.

Die Dauerleserin

Anmerkungen:

„P. S. Morgen bist du tot“ wurde von Sabine Schilasky ins Deutsche übersetzt.

Meine Rezension habe ich im gleichen oder ähnlichen Wortlaut bei NetGalley und Amazon veröffentlicht.

 

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