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So kalt die Asche (Rezension)

4 von 5 Sternen

Viets, Elaine | dp Verlag | 366 Seiten | eBook
Erschienen : 4. März 2021 | ASIN B08W2MCVG5 |
Krimi

 

Werbung/ Rezension. Das Buch „So kalt die Asche“ von Elaine Viets wurde mir vom dp Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Ich versichere, dass meine Meinung zu diesem Buch rein subjektiv ist und durch die kostenfreie Überlassung des Rezensionsexemplars nicht beeinflusst wird.

Spannende Gesellschaftsstudie und Hass

Der Krimi beginnt damit, dass eine Villa brennt. Die zuständige Mordermittlerin des Angela Richman, ist vor Ort. In den Überresten der Villa wird die verkohlte Leiche des älteren Bankiers Luther gefunden. Wer hat das Feuer gelegt, und warum konnte Luthers junge und attraktive Verlobte, Kendra Salvato, dem Feuer entkommen?  In der kleinen ländlichen Gemeinde wird wild spekuliert. Unterschwelliger und auch offener Rassismus machen sich breit, denn Kendra hat mexikanische Wurzeln, auch  wenn sie im County aufgewachsen ist. Damit wird sie für viele zur Hauptverdächtigen. Rationale Gründe braucht es dafür nicht, denn  „Fair ist ein Schimpfwort im Forest“ (Kapitel 19).

Angela Richman, körperlich eingeschränkt und seelisch vorbelastet, stellt sich gegen den Druck der Gemeinschaft und ermittelt in ihrem zweiten Fall. Es gibt viele Geheimnisse, und die wohlhabenden Bewohner des Countys wollen unter allen Umständen verhindern, dass sie aufgedeckt werden.

Cover, Schreibstil, etc.:

Das Cover mit seinen schönen Farben gefällt mir richtig gut, denn es ist sehr atmosphärisch. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir ebenfalls. Eine sehr lebendige, bildliche Sprache, mit der es der Autorin zudem gelingt, auch die Angelas Emotionen bei ihrer Arbeit als Mordermittlerin rüberzubringen, zum Beispiel indem sie in Kapitel 7 schreibt:

„Der Gestank von nasser Asche und geschmolzenem Plastik – ein beißender, künstlicher Geruch – stieg ihr in die Nase, bis diese sich wie eine durchgebrannte Sicherung ausschaltete.“

Fazit und Leseempfehlung:

Ich lese eher selten Krimis, die in Amerika spielen, weil sie meiner Meinung nach oftmals ein wenig „flach“ rüberkommen.  Auch „So kalt die Asche“ ist eher ein Krimi, den man dem Genre Cosy Crime zuordnen könnte. Dennoch fand ich den Krimi zumindest schon mal viel besser als andere Krimis dieser Art. Es war der erste Fall mit Angela Richman, den ich gelesen habe. Man muss den Vorgängerband nicht gelesen haben, um gut in die Geschichte hineinzukommen.

Ich empfehle diesen Krimi natürlich zunächst erstmal allen, die amerikanische Krimis mögen und allen Fans sogenannter Cosy Crime-Fälle. Dabei war ich geneigt, nur drei Sterne als Bewertung zu vergeben. ABER: ich finde, dass dieser Krimi durch seine besondere Ermittlerin mit ihrem interessanten Team und der kuriosen Gesellschaftsstudie über die Bewohner dieses Countys, die miteinfließt, vier Sterne verdient hat. Abgesehen davon wird der Fall am Ende ja auch noch so richtig spannend.

Die Dauerleserin

Anmerkungen

„So kalt die Asche“ ist in der englischsprachigen Version bereits 2017 erschienen (Originaltitel: Fire and Ashes). Übersetzung ins Deutsche: Annika Mirwald.

Diese Rezension habe ich mit einem ähnlichen Wortlaut bereits am  22.04.2021 auf der Seite von Digital Publishers sowie am 21.04.2021bei amazon.de veröffentlicht.

 

 

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