Cover_Wer länger liest, ist später tot_Thumb300_zeigt Mann mit Fliegenklatsche, der vor einer altmodischen Schreibmaschine sitzt, im Hintergrund eine Bücherwand

Wer länger liest,ist später tot (Rezension)

4 von 5 Sternen

Auerbach & Auerbach | Ullstein eBooks | 404 Seiten | eBook Kindle
Erschienen : 1. Februar 2024 | ASIN B0C1JL5Q94 | 1. Auflage
Serie: Ein Pippa-Bolle-Krimi | Band 9 | Kriminalroman

 

Werbung/ Rezension:  „Wer länger liest,ist später tot“ von Auerbach & Auerbach hat mir Ullstein eBooks über NetGalley als persönliches Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Ich versichere, dass meine Meinung zu diesem Buch rein subjektiv ist und durch die kostenfreie Überlassung des Rezensionsexemplars nicht beeinflusst wird.

Rezension-to-go: „Wer länger liest, ist später tot“ ist nichts von der Stange und  lesenswert. Ich vergebe für dieses Buch 4 Sterne! 

Ausgelesen?!

Readmore House, eine Event-Location an der englischen Küste ist der ideale Aufenthaltsort für alle Büchernerds: Das Haus ist mit Büchern vollgestopft, und man kann dort kürzere oder längere Schmökertage oder -wochen buchen und sich seiner Leseleidenschaft hingeben. Auch Pippa Bolle ist vor Ort. Sie ist professionelle Haushüterin und soll bei einem Lesefestival helfen, ein wenig aufpassen und die Gäste sowie die Prominenz betreuen.

Doch dann gibt es einen schweren Verkehrsunfall, und ab da geht im Readmore House alles drunter und drüber. Und, wie sollte es auch anders sein, Pippa ermittelt in ihrem neunten Fall.

Dabei kommt Pippa in Nöten. Sie sieht sich einem komplizierten Personengeflecht gegenüber, bei dem nicht offensichtlich ist, wer mit wem unter einer Decke steckt und vor allem wer nun tatsächlich wer ist. Und dann gibt es auch noch Pippas persönliche Gefühle für die eine oder andere Person, was die Ermittlungen verkompliziert:

„Sie seufzte. Sympathische Menschen schloss man eben per se von Verdächtigungen aus.“ (Kindle-Position 4017)

Die Ermittlungen gestalten sich als schwierig, und am Ende wird es auch noch richtig gefährlich für Pippa.

Cover und Schreibstil:

Das Cover von „Wer länger liest, ist später tot“ zeigt einen glatzköpfigen Mann mit Brille, der vor einer Schreibmaschine sitzt und eine Fliegenklatsche in der Hand hält. Der Mann scheint nachzudenken, und sein Blick fällt nach oben auf ein kleines Einhorn, dass über ihm herumfliegt. Im Hintergrund des Coverbildes ist ein gut gefülltes Bücherregal zu sehen.

Der Schreibstil von Auerbach & Auerbach ist flüssig und gut lesbar: die einzelnen Kapitel sind angenehm kurz. Auch wenn man die Vorgängerbände nicht kennt, kommt man gut in das Buch hinein, insbesondere das ausführliche Personenverzeichnis zu Beginn des Buches hilft dabei.

Gut gefallen haben mir der feine Humor, der in diesem Buch allgegenwärtig ist, zum Beispiel in Sätzen wie diesem:

„Wissen Sie, beim ersten Toten ist man wirklich noch erschrocken, bestürzt sogar. Ab dann wird es einfacher.“ (Kindle-Position 5172)

Fazit und Leseempfehlung:

„Wer länger liest, ist später tot“ ist mir zunächst durch den besonderen Buchtitel aufgefallen. Ich wollte unbedingt wissen, was hinter diesem Titel steckt.

Das Buch ist mitnichten ein klassischer Cosy-Crime-Fall. Es gibt zwar das eine oder andere Delikt, und neben Pippa ermittelt auch Scotland Yard, aber dennoch ist das ganze Buch von komplizierten persönlichen Beziehungen geprägt. Alle Personen im Buch kochen sozusagen ihr eigenes Süppchen, und es ist interessant, die Interaktionen zu beobachten Kein Wunder, dass man im Buch auch prägnante Sätze wie den folgenden findet:

„Für irgendeine Geschichte eignet sich jeder und jede.“ (Kindle-Position 4219)

Das Buch war für mich persönlich leider zumindest phasenweise nur schwierig durchschaubar, was unter Umständen natürlich auch der Tatsache geschuldet ist, dass ich die Vorgängerbände nicht kenne. Wenn man am Ende des Buches angekommen ist, weiß man auf jeden Fall, wozu das ausführliche und durchaus witzig geschriebene Personenverzeichnis erforderlich ist.

Wer nicht alles fürchterlich ernst nimmt und nicht auf eine konkludente polizeiliche Ermittlungsarbeit besteht, wird mit „Wer länger liest, ist später tot“ viel Freude haben.

Ich vergebe vier Sterne für „Wer länger liest, ist später tot“. Es ist ein lesenswerter Krimi, der sich von der Masse abhebt.

Die Dauerleserin

Anmerkungen:

Diese Rezension habe ich im gleichen oder ähnlichen Wortlaut auch bei Net Galley, Amazon und Lovely Books veröffentlicht.

 

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