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Willkommen im falschen Film (Rezension)

3 von 5 Sternen

Gruber, Monika | Hock, Andreas | Piper ebooks | 234 Seiten | eBook Kindle
Erschienen : 2. November 2023 | ASIN B0CBKYGZR9 | 1. Auflage
Kurzgeschichten

 

Werbung/ Rezension:  „Willkommen im falschen Film“ von Monika Gruber und Andreas Hock hat mir Piper ebooks über NetGalley als persönliches Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Ich versichere, dass meine Meinung zu diesem Buch rein subjektiv ist und durch die kostenfreie Überlassung des Rezensionsexemplars nicht beeinflusst wird.

Rezension-to-go: „Willkommen im falschen Film“ bietet unterhaltsame und witzige Überlegungen zu den Themen unserer Zeit, ist aber dennoch ein wenig mit Vorsicht zu genießen! 3 Sterne von mir.

Ramadama?!

Oa Scheidl aloa brennd ned. Dies ist ein typisch bayrischer Spruch, den sich das Autorenteam Monika Gruber und Andreas Hock zu Herzen zu nehmen zu scheint und nun schon zum zweiten Mal und zu zweit mit kurzen Geschichten Besinnliches und Bedrohliches über die brennendsten Themen unserer Zeit philosophieren.

Cover und Schreibstil:

Das Cover von „Willkommen im falschen Film“ zeigt das Autorenteam Monika Gruber und Andreas Hock. Die beiden greifen gleichzeitig in eine volle Popkorntüte und gucken mit erstauntem Gesichtsausdruck in die gleiche Richtung. Abgesehen davon, dass ich Cover, auf denen Portraits des jeweiligen Autors/ der jeweiligen Autorin zu sehen ist, immer ein wenig selbstverliebt finde, ist dies ein Cover, das mich persönlich neugierig gemacht.

Ich kenne bereits den Vorgängerband („Und erlöse uns von den Blöden: Vom Menschenverstand in hysterischen Zeiten“), weswegen mich der Schreibstil des Autorenteams nicht überrascht hat: wortgewandt und überwiegend (!) witzig und unterhaltsam.

Fazit:

„Willkommen im falschen Film“ ist wie bereits erwähnt das zweite Buch des Autorenteams. Nachdem das erste Buch ein SPIEGEL-Bestseller war, ist es nicht überraschend, dass das bewährte Format erneut verwendet wird. Durch den kabarettistischen Beigeschmack, der naturgemäß vor allem bei Monika Gruber immer wieder durchscheint, hat mich dieses Buch dennoch immer wieder überrascht und gut unterhalten.

Sowohl Monika Gruber als auch Andreas Hock sind gut im Beobachten, und zwar im Beobachten ihres Umfeldes aber auch im Beobachten ihres eigenen Handelns.

Das Buch grast in Windeseile die Themen unserer Zeit ab, unter anderem den Wahnsinn mit den Wärmepumpen, die allgemeine „Keimphobie“ (Kindle-Position 419) und – Obacht! – die Bayrische Garagenverordnung.

Was ich mich beim Lesen spontan gefragt habe. Ist, ob man tatsächlich immer zu allen Themen eine Meinung haben und diese auch noch kundtun muss. Manche Textpassagen fand ich leider ein wenig zu sehr an den Haaren herbeigezogen.

Zudem muss man als Lesende/r mit der teilweise etwas schnoddrigen Ausdrucksweise, die teilweise leider sogar unter die Gürtellinie geht, zurechtkommen. Was als mündliche Äußerung, zum Beispiel im Rahmen des Kabaretts lustig erscheinen mag, löst bei einer eingehenden Betrachtung, wenn man es nämlich liest, einiges Befremden aus, zumindest bei mir. Immer wieder habe ich im Buch Textpassagen, die von Vorurteilen und haltloser Nörgelei geprägt sind. Da fühlt man sich – dem Titel entsprechend – irgendwann tatsächlich im „falschen Film“….

Einige Sätze hätten meiner Einschätzung nach sogar auch aus dem Repertoire jedes beliebigen Reichsbürgers stammen können. Dies hat mich ehrlich gesagt ziemlich geschockt. Man muss heutzutage wirklich mit seinen Äußerungen aufpassen, um nicht den falschen Gruppierungen zugeordnet zu werden … Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, das ist keine Frage, aber wenn gewisse Äußerungen unter die Gürtellinie gehen und nur allgemeines Entsetzen, aber überhaupt kein Lachen auslösen, ist ab einem gewissen Punkt einfach eine Grenze überschritten.

Leseempfehlung:

„Willkommen im falschen Film“ ist dennoch ein Buch für alle, die sich für die Themen unserer Zeit interessieren, und für alle Monika Gruber- und Andreas Hock-Fans sowieso. 3 Sterne von mir.

Die Dauerleserin

Anmerkungen: 

Meine Rezension habe ich im gleichen oder ähnlichen Wortlaut auch bei NetGalley, Amazon und Lovelybooks veröffentlicht.

 

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