Cover_Zerborsten_Thumb300_zeigt eine junge Frau in einem roten Mantel, die einen Pfad in einer verschneiten Gebirgslandschaft entlangläuft

Zerborsten: Du. Weißt. Nichts (Rezension)

5 von 5 Sternen

Haubrich, Leonie | Selfpublisher | 252 Seiten | eBook Kindle
Erschienen : 19. Juli 2022 | ASIN B0B746HJMG | 1. Auflage
Alpen-Thriller, Thriller

 

„Zerborsten: Du. Weißt. Nichts“

Wem kannst du trauen?

In Bettinas Leben überschlagen sich die Ereignisse. Ihr Lieblingskollege Andreas stirbt bei einem Autounfall, und dann verschwindet auf einmal noch ihr Mann Christian.  Christian war öfters als Reisefotograf in den Alpen unterwegs. Nachdem Bettina seinen Schlüssel überraschender Weise über einen Airtag orten konnte, fährt sie Hals über Kopf in die Schweizer Alpen, um Christian zu suchen. In Nicolaried, einem abgelegenen Dorf, in dessen Nähe sie Christian orten konnte, findet Bettina eine weibliche Leiche, und es bleibt nicht bei der einen Leiche.

Wo ist Christian, und hat er etwas mit den Todesfällen zu tun?

Mehr und mehr fragt sich Bettina:

„Wer ist der Mann, an dessen Seite ich fünf Jahre gelebt habe?“  (Kindle-Position 1764)

Cover und Schreibstil:

Das Cover von „Zerborsten: Du. Weißt. Nichts“ ist leider nur ein Cover von der Stange. Es zeigt eine Frau in einer roten Jacke, die durch eine verschneite Landschaft läuft. Alles schon mal gesehen, schade.

Leonie Haubrichs Schreibstil ist flüssig und spannend. Die vielen Zeitsprünge fand ich zunächst ein wenig anstrengend, aber sie machen durchweg Sinn und erhöhen zudem die Spannung. Die eingeschobenen Passagen, in denen der Mörder zu Wort kommt, sind besonders spannend. Die Stimmung in diesem abgelegenen Schweizer Bergdorf und die Charaktere der einzelnen Protagonisten werden gut und vor allem auch authentisch beschrieben.

Fazit und Leseempfehlung:

„Zerborsten: Du. Weißt. Nichts“ ist von der ersten Seite an spannend. Am Anfang fand ich die Geschichte leider ein wenig zu konstruiert. Zum Beispiel fand ich es merkwürdig, dass Bettina Hals über Kopf aufbricht, aber dieses anfängliche Gefühl ist beim Lesen schnell verschwunden.

Die Geschichte, die hinter diesem Buch, das zu Recht als „Alpen-Thriller“ bezeichnet wird, steht, ist einfach unbegreiflich, und an vielen Stellen habe ich mich gefragt, was ich an Bettinas Stelle gemacht hätte. Am Ende legt die Spannung sogar nochmal einen Zahn zu, und was dann ans Licht kommt, ist wirklich schockierend.

Die Hauptprotagonistin Bettina war mir von Anfang an sympathisch. Sie hat selbst Einiges durchgemacht, ist noch durch eine verheilte Schussverletzung eingeschränkt, aber trotzdem lässt sie nichts unversucht, um ihren vermissten Mann zu finden.

Berührt und nachdenklich bleibe ich zurück. „Zerborsten: Du. Weißt. Nichts“ ist der erste Thriller von dieser Autorin, den ich gelesen habe, aber bestimmt nicht der letzte.

5 Sterne für diesen Lichtblick in der deutschsprachigen Thriller-Landschaft und eine sehr dringende Empfehlung an alle Thriller-Fans.

Hier noch ein Gänsehaut-Zitat aus dem Buch:

„Es ist die Illusion, den anderen zu kennen, die uns in Sicherheit wiegt.“ (Kindle-Position 1817)

Die Dauerleserin

Anmerkungen:

Meine Rezension habe ich im gleichen oder ähnlichen Wortlaut auch bei Amazon und Lovely Books veröffentlicht.

 

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