Cover_Bandenspiel_Thumb300_zeigt Billardtisch mit den zwölf EU-Sternen

Bandenspiel (Rezension)

4 von 5 Sternen

Moose, Jean | BoD | 328 Seiten | Taschenbuch
Erschienen : 13. Mai 2025 | ISBN 78-3769354072 | 1. Auflage
Serie: Freiburger Schatten - Lucarelli ermittelt | Band 3 | Politik-Krimi

 

Werbung/ Rezension: „Bandenspiel“  hat mir der Autor dieses Buches, Jean Moose, als persönliches Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Ich versichere, dass meine Meinung zu diesem Buch rein subjektiv ist und durch die kostenfreie Überlassung des Rezensionsexemplars nicht beeinflusst wird.

Das Buch ist am 13.05.2025 bei BoD (Selfpublishing) erschienen.

Rezension-to-go:  Ein interessanter Politik-Krimi, der hinter die Kulissen der EU-Kommission blickt. Vier Sterne von mir! 

Hinter den Kulissen

Im mitten in Freiburg gelegenen Freiburger Sternwald wird ein Jogger ermordet. Es handelt sich um Hanno Dillenburg. Dillenburg war der Leibwächter des Vizepräsidenten der EU-Kommission. Kurz darauf stürzt Adina Verzasca, eine Mitarbeiterin der EU-Kommission in Brüssel, vom Dach eines Gebäudes der EU-Kommission in Brüssel.

Kommissar Lucarelli ermittelt zunächst im beschaulichen Freiburg.Dann fährt er undercover nach Brüssel und schnell steht für ihn fest: Der Leibwächter und Adina Verzasca waren ein heimliches Liebespaar und wussten Dinge, die, wenn sie publik geworden wären, einen Skandal heraufbeschwört hätten.

Hängen die beiden Todesfälle zusammen und schafft es Lucarelli, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen?

Cover und Schreibstil:

Auf dem Cover des Buches ist auf schwarzem Hintergrund ein blau leuchtender Billardtisch zu sehen. In der Mitte des Tisches sind die zwölf EU-Sterne und ein paar Kugeln zu sehen.

Der Titel „Bandenspiel“ machte für mich zunächst keinen Sinn, jetzt habe ich verstanden, was es damit auf sich hat und welchen Zusammenhang es zu den komplizierten Ermittlungen gibt.

Der Autor des Buches, Jean Moose, verfügt über einen klaren Schreibstil. Er hält sich nicht mit komplizierten Formulierungen auf. Trotz der schlichten, in Ansätzen akademischen Sprache, läuft der Autor dennoch Gefahr, sich bei den Ermittlungen in Einzelheiten zu verstricken.

Gut gefallen haben mir die kurzen Kapitel.

„Bandenspiel“ ist der dritte Fall für Kommissar Lucarelli. Man muss die Vorgängerbände nicht unbedingt gelesen haben, um gut in das Buch hineinzukommen.

Fazit und Leseempfehlung:

„Bandenspiel“ ist ein besonderer Krimi, denn es geht hier auch um Machenschaften und Korruption in der europäischen Politik. Aber es geht auch um Drogenhandel, Hochfrequenzhandel und komplizierte Beziehungen aller Art. Besonders interessant fand ich alles, was mit der Arbeit der EU-Kommission zu tun hat, hiervon hätte es gern ein bisschen mehr sein dürfen.

Leider hatte ich, bevor ich das Buch begonnen habe, andere Erwartungen. Es wird viel Energie in die umfangreichen Schilderungen der diversen Beziehungsgeflechte gelegt, sodass die eine oder andere Länge entsteht.

Die Ermittlungsarbeit in diesem Buch ist kompliziert und zeitraubend, wie gut, dass uns der unterhaltsame Kommissar mit seinen teilweise unkonventionellen Methoden das Ganze ein wenig unterhaltsamer macht. An einigen Stellen im Buch kam ich leider nicht richtig mit, so komplex ist die ganze Geschichte.

Auch an das Ende des Buches hatte ich besonders hohe Erwartungen. Doch: Auch wenn die Auflösung der Fälle nachvollziehbar und schlüssig ist, wurde ich nicht überrascht.

Positiv anmerken möchte ich, dass man beim Lesen durchweg merkt, wie gut sich der Autor im Brüssler Bürokratiedschungel auskennt.

Wegen der Expertise und der Informationsdichte vergebe ich für „Bandenspiel“ knappe vier Sterne und empfehle das Buch  allen, die gerne politische Krimis oder Thriller lesen.

Die Dauerleserin

 

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