
Mords-Malefiz (Rezension)
Nebl, Monika | Selfpublisherin | 208 Seiten | Taschenbuch
Erschienen : 11. Januar 2025 | ISBN 978-3969667378 | 1. Auflage
Serie: Humorvoller Regionalkrimi Chiemgau – Wasserburg-am-Inn | Band 8 | Regional-Krimi, Wasserburg-Krimi
„Mords-Malefiz“ von Monika Nebl ist am 11.01.2025 (Selfpublishing) als Taschenbuch erschienen.
Rezension-to-go: Lesenswerter und spannender Regionalkrimi!
Die fünfte Jahreszeit – Neid inklusive
„Mords-Malefiz“ beschäftigt sich mit einem Mord, der sich während der sogenannten fünften Jahreszeit ereignet.
Während der Vorbereitungen der Feierlichkeiten zum Fasching in Wasserburg verschwindet die Faschingsprinzessin. Kurz darauf wird Luisa I., die feurige Hoheit aus dem Reich der Heilerinnen, tot im Wald aufgefunden.
Minnie tappst in die Ermittlungen hinein, was bei ihren guten Connections im Dorf kein Wunder ist. Nach und nach blickt sie hinter die Kulissen der verschiedenen Garden. Nicht alle Beteiligten trauern und nicht alle, die offenbar trauern, meinen es wirklich ernst damit.
Cover und Schreibstil:
Wie auch bei allen anderen Bänden dieser Serie ist das Cover liebevoll und mit vielen Details gestaltet. Durch ein offenes Fenster blickt man auf das nächtliche Wasserburg. Im Vordergrund sieht man einige Faschingsrequisiten, u. a. eine Krone, einen Hexenbesen und einen Hexenhut. Man weiß also auf den ersten Blick, worum es in diesem Buch geht.
Monika Nebls Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Kapitel hatten für mich genau die richtige Länge. Ich mag, dass manche Stellen im Text richtig lustig und/oder sarkastisch sind. Hier ein für mich gelungenes Beispiel, das auch die Stimmung im Buch widerspiegelt:
„Die vertragen ganz schön was, kann ich euch sagen. Manchmal halten sie bis zum nächsten Tag und Auftritt durch. Dann ist es wichtig, dass man hinterher »leise in die Tüte kotzen kann, wie mir eine frühere Prinzessin mal augenzwinkernd erzählt hat.“ (eBook, Position 168).
Meiner Einschätzung nach kommt man auch gut in die Handlung hinein, wenn man die Vorgängerbände nicht gelesen hat.
Fazit und Leseempfehlung:
Ich lese die Regionalkrimis dieser Autorin sehr gerne, und auch der achte Fall dieser Serie ist unterhaltsam und lesenswert.
Gut gefallen hat mir, dass ich als jemand, der mit dem Faschingsgeschäft eigentlich nichts am Hut hat (genau wie die Hauptprotagonistin Minnie), bei der Lektüre dieses Buches jede Menge über das Thema Fasching gelernt habe.
Obwohl Minnie mit den Faschingsfeierlichkeiten nichts anfangen kann, ist sie darin involviert, weil ihre Pflegetochter Malika bei Kindergarde mitmacht.
Viele ihrer Informationen bekommt Minnie bei Klatsch und Tratsch im Frisörsalon um die Ecke.
Alles in allem fand ich Minnie und ihre unkonventionellen Ermittlungsmethoden ein weiteres Mal frisch, spannend und unterhaltsam. Spannend wurde es insbesondere am Ende, wo sich Minnie in großer Gefahr befindet.
Bis zum Schluss hatte ich (fast) keine Ahnung, wer den Mord an der Faschingsprinzessin begangen hat.
Ich vergebe für „Mords-Malefiz“ fünf Sterne und empfehle das Buch allen, die gerne authentische Regionalkrimis lesen.
Die Dauerleserin
Anmerkungen:
Diese Rezension habe ich im gleichen oder ähnlichen Wortlaut auch bei Amazon und Lovely Books veröffentlicht.