
The Tree House (Rezension)
Walter, B. P. | dp Verlag | 405 Seiten | Taschenbuch
Erschienen : 1. November 2025 | ASIN B0FX8R3LRF | 1. Auflage
Psychothriller
Werbung/ Rezension: „The Tree House“ von B. P. Walter hat mir der dp Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar (eBook) zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Das Buch ist am 01.11.2025 erschienen. Die kostenfreie Überlassung des Buches hat keine Auswirkungen auf meine persönliche Meinung.
Rezension-to-go: Spannender Psychothriller mit einigen wenigen Schwächen.
Mord verjährt nicht
Robert und Kieran sind Brüder. Vor vielen Jahren haben sie gemeinsam etwas Dummes getan. Robert lebt zurückgezogen in London. Eines Abends entdeckt er im Fernsehen eine neue Serie. Es geht um zwei Jungen, die in einem Baumhaus ein Mädchen vergiften.Cover und Schreibstil:
Cover und Schreibstil:
Auf dem Cover von „The Tree House“ ist ein Baumhaus zu sehen. Es ist ein Cover, das auf mich hochwertig wirkt und das hervorragend zum Buchinhalt passt.
Der Schreibstil des Autors B. P. Walter wirkt auf mich modern und interessant. Die Sprache ist eher einfach, aber durch die häufigen Sprünge zwischen den verschiedenen Zeitebenen kommt keine Langeweile auf. Leider gibt es dadurch auch einige Stellen im Buch, die mich zeitweise ein wenig verwirrt haben.
Fazit und Leseempfehlung:
„The Tree House“ ist keine einfache Kost. Die beiden jungen Männer in diesem Buch werden auf dramatische Art und Weise an etwas Schlimmes, das sie in ihrer Jugend während eines Familienurlaubs in Cornwall verzapft haben, erinnert. Irgendjemand hat nun eine Fernsehserie produziert, in der die Geschehnisse von damals originalgetreu wiedergegeben werden.
Doch noch schlimmer, als dass diese Serie nun im Raum steht, ist, dass es jemanden geben muss, der bestens informiert ist, vielleicht sogar damals dabei war.
Robert und Kieran machen sich auf die Suche nach dem Produzenten der Serie, was natürlich nicht ganz ungefährlich ist.
Das Positive vorweg: Ich habe in der letzten Zeit kein anderes Buch gelesen, das mich fortwährend zum Mitdenken animiert hat wie dieses Buch. Allein schon der Gedanke, dass man in seiner Jugend etwas Schlimmes gemacht hat und das dann auf einmal Thema einer Fernsehserie ist, ist erschreckend und gleichzeitig auch eine grandiose Idee des Autors.
Und ich kann euch eines verraten: Die Auflösung der Geschichte hat mich ziemlich geflashed, auch wenn gerade die letzten rund fünfzig Seiten leider sehr konstruiert daherkamen.
Eingebettet in einer spannenden Geschichte werden in diesem Buch ganz große Themen wie Moral und das Leben mit Massenmedien behandelt, das alles verbunden mit einer Familientragödie und ganz vielen Geheimnissen, die nicht ans Licht kommen sollten.
„Jeder hat seine Geheimnisse.“ (eBook, Position 2239)
Der Autor wollte viel und meiner Meinung nach ist ihm das nur teilweise gelungen. Wir dürfen dennoch gespannt auf weitere Bücher von ihm sein.
Wer auf der Suche nach spannenden, komplexen und unblutigen Psychothrillern ist, ist mit „The Tree House“ bestens bedient. Ich vergebe wegen der beschriebenen Schwächen drei Sterne.
Die Dauerleserin
Anmerkungen:
Diese Rezension habe ich im gleichen oder ähnlichen Wortlaut auch bei Amazon und auf der Verlagsseite veröffentlicht.