
Zero Days (Rezension)
Ware, Ruth | dtv Verlag | 384 Seiten | eBook Kindle
Erschienen : 28. Dezember 2023 | ASIN B0CC379HMP | 1. Auflage
Werbung/ Rezension: „Zero Days“ (Originaltitel: „One Mistake“) von Ruth Ware hat mir der dtv Verlag über NetGalley als persönliches Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Ich versichere, dass meine Meinung zu diesem Buch rein subjektiv ist und durch die kostenfreie Überlassung des Rezensionsexemplars nicht beeinflusst wird.
Rezension-to-go: Mit ihrem neuesten Thriller“Zero Days“ wagt sich Ruth Ware an das Thema Cyberkriminalität ran. Fünf Sterne von mir – unbedingt lesen!
Gejagdte oder Jägerin?
„Zero Days“ ist das neueste Werk der Erfolgsautorin Ruth Ware. Jacintha Cross („Jack“) und ihr Ehemann Gabe Cross sind Computerspezialisten. Sie sollen als sogenannte Pentester die Sicherheitssysteme von Unternehmen checken. Doch eines Tages geht etwas schief: Jack wird bei einem Auftrag von der Polizei erwischt und verhaftet. Als sie nach Hause kommt, findet sie Gabe tot an seinem Schreibtisch auf. Typischerweise ist sie als Ehefrau die Hauptverdächtige für die Polizei. Jack realisiert, dass sie den oder die Tätee r selbst finden muss. Sie flüchtet und wird zur Gejagten und zur Jägerin in einer Person:
„Jetzt war ich allein. Dies war das Endspiel.“ (Kindle-Position 4294)
Cover und Schreibstil:
Auf dem Cover von „Zero Days“ ist eine Frau zu sehen, die vor etwas flüchtet. Ein gut gewähltes Cover, es passt hervorragend zum Buchinhalt. Interessant und damit erwähnenswert ist die Aufteilung der Kapitel in diesem Buch. Die Kapitel-Überschriften sind wie eine Art Countdown gestaltet, was perfekt zum thematischen Rahmen der Handlung passt, aber auch eine unglaubliche Spannung erzeugt. Noch dazu wird die Geschichte aus Jacks Perspektive in der Ich-Form erzählt, was die Spannung zusätzlich fördert.
Ich hatte zu Beginn des Buches Bedenken, ob mir das Ganze nicht ein wenig zu technisch wird, aber dies war eindeutig nicht der Fall. Alles, was mit dem Thema Cyberkriminalität zu tun hat, wird bestens und so einfach wie möglich beschrieben.
Gut gefallen haben mir auch einige eher ironisch daherkommende Szenen, zum Beispiel diese:
„Mein Mann ist tot, und Sie fragen nach meinem Handy-Akku?“ (Kindle-Position 548).
Fazit und Leseempfehlung:
Ich habe schon mehrere Thriller von Ruth Ware gelesen. Alles sind sogenannte Standalones und können daher auch unabhängig von den anderen Büchern gelesen werden. „Zero Days“ unterscheidet sich jedoch noch einmal ganz deutlich von den anderen Büchern, denn diesmal geht es um Cyberkriminalität.
Sind Ruth Ware die Ideen für ihre gewohnten Thriller ausgegangen, oder hat sie sich bewusst in dieses Terrain vorgewagt? Dies habe ich mich beim Lesen die ganze Zeit gefragt. Um es vorwegzunehmen: Erwartungsgemäß konnte mich auch „Zero Days“ von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen. Die Story drohte jedoch leider an manchen Stellen leider zu einem veritablen Roadmovie abzudriften. Ruth Ware hat aber jedes Mal sozusagen wieder die Kurve gekriegt, und das ist auch gut so.
Viel Energie und damit auch viele Seiten werden in die Entwicklung der Hauptprotagonistin Jack gelegt. Jack konnte mich an vielen Stellen überraschen, an anderen Stellen hat mich ihr Verhalten aber auch irritiert. Insgesamt gesehen ist aber Jack eine bewundernswerte Person, die erfindungsreich und auch hart im Nehmen ist. Ein paar Mal habe ich beim Lesen ernsthaft Sorgen um Jack gemacht.
Das Ende des Buches hat mich überrascht. Ein weiterer Pluspunkt.
Ich vergebe für „Zero Days“ sehr gerne 5 Sterne und empfehle diesen Thriller sehr dringend allen Thriller-Fans.
Beim nächsten Mal darf es aber auch gerne wieder ein typischer Ruth-Ware-Thriller sein!
Die Dauerleserin
Anmerkungen:
Meine Rezension habe ich gleichen oder ähnlichen Wortlaut auch bei NetGalley, Amazon und Lovely Books veröffentlicht.
„Zero Days“ wurde von Susanne Goga-Klinkenberg ins Deutsche übersetzt.