
Sylter Welle (Rezension)
Leßmann, Max Richard
| Verlag Kiepenheuer & Witsch | 224 Seiten | Hardcover
Erschienen : 17. August 2023 | ISBN 978-3462004045 | 1. Auflage
Roman
Werbung/ Rezension: „Sylter Welle“ von Max Richard Leßmann hat mir Kiepenheuer & Witsch über eine Buchverlosung bei Lovely Books als persönliches Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Ich versichere, dass meine Meinung zu diesem Buch rein subjektiv ist und durch die kostenfreie Überlassung des Rezensionsexemplars nicht beeinflusst wird.
Reif von der Insel?!?
„Wir nähern uns dem Strand, ich kann das Meer noch nicht sehen, aber ich spüre schon seinen Sog.“ (Buch, S. 52)
Cover und Schreibstil:
Als ich das Cover von „Sylter Welle“ zum ersten Mal gesehen habe, war ich ziemlich erschrocken. Das auf dem ersten Blick harmonisch wirkende und ganz in Pastelltönen gehaltene Cover ist nämlich gar nicht mehr so harmonisch, wenn man erst den brennenden Strandkorb entdeckt hat.
Der Autor des Buches, Max Richard Leßmann, verfügt über einen außergewöhnlichen Schreibstil. Es gibt zwar eine Haupthandlung, aber immer wieder weicht der Autor von dieser ab, um in Erinnerungen aus der Kindheit abzudriften. Noch dazu gibt es in dem Buch viele verschiedene ProtagonistInnen, die man auseinanderhalten muss. Mir persönlich hat dies gut gefallen, aber man muss so etwas natürlich mögen, um dieses Buch genießen zu können.
Fazit und Leseempfehlung:
„Sylter Welle“ ist für mich kein gewohntes Genre. Aber das macht nichts, denn ich habe dieses Buch dennoch mit großer Begeisterung gelesen.
Nachdem ich mich ein wenig an den besonderen, weil oft abschweifenden Schreibstil des Autors gewöhnt hatte, habe ich das Buch in einem Rutsch gelesen.
Das Buch besteht aus der Haupthandlung, nämlich dem dreitägigen Aufenthalt auf Sylt, und lauter kurzen, aber dafür sehr persönlichen Anekdoten über lustige, aber auch traurige Ereignisse aus seiner Kindheit, die dem Autor wohl beim Schreiben so eingefallen sind. Nach meinem Geschmack hätte das Ganze noch eine Weile so weitergehen können.
„Sylter Welle“ ist eine sehr persönliche Geschichte, die aus dem Leben gegriffen ist. Ein bisschen verwundert bin ich allerdings über die Kürze der Reise. Drei Tage ist wirklich nicht viel, wenn man aus Berlin anreist.
„Sylter Welle“ ist aber auch ein Buch über einen großen Abschied – von den Großeltern, von der eigenen Kindheit und vielleicht auch ein bisschen von Sylt. Denn was wäre ein Urlaub auf Sylt ohne Oma Lore (übrigens meine Lieblingsfigur in diesem Buch) und „Oppa“ Ludwig, die Großeltern?
„Sylter Welle“ ist ein gelungener Debütroman, und ich hoffe, dass noch weitere Bücher dieser Art folgen werden.
Danke, lieber Autor, für diese schöne, herzerwärmende Buch! Wie gut, dass der Intercity auf dem Hindenburgdamm nicht im Meer versunken ist …(Insider!)
Ich empfehle „Sylter Welle“ natürlich allen Sylt-Fans. Fünf Sterne von mir!
Die Dauerleserin
Anmerkungen:
Meine Rezension habe ich im gleichen oder ähnlichen Wortlaut auch bei Amazon und Lovely Books veröffentlicht.