Cover_Bretonische Nächte_Thumb300_zeigt bretonische Küstenlandschaft in einer kitschigen Abenddämmerung

Bretonische Nächte (Rezension)

5 von 5 Sternen

Bannalec, Jean-Luc | Kiepenheuer & Witsch ebook Verlag | 336 Seiten | eBook Kindle
Erschienen : 22. Juni 2022 | ASIN B09KR8G12X | 1. Auflage
Serie: Kommissar Dupin ermittelt | Band | Bretagne-Krimi

 

Werbung/ Rezension: „Bretonische Äpfel“ von  Jean-Luc Bannalec  hat mir der Kiepenheuer & Witsch eBook Verlag über NetGalley als persönliches Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Ich versichere, dass meine Meinung zu diesem Buch rein subjektiv ist und durch die kostenfreie Überlassung des Rezensionsexemplars nicht beeinflusst wird.

Familienangelegenheiten und Superäpfel

„Bretonische Nächte“ ist der 11. Fall für Kommissar Dupin und sein Team. Eine ältere Dame, sie ist die Tante von Inspektor Kadeg, sieht sogenannte Todeszeichen (sogenannte „Intersignes de la mort“). Diese Zeichen kündigen den baldigen Tod desjenigen, der sie sieht, an. Und tatsächlich, eines Nachts stirbt die 89jährige Joëlle Contel.

Und dann wird auch noch Kadeg auf dem Grundstück der Verstorbenen niedergeschlagen. Irgend etwas stimmt nicht in dem beschaulichen bretonischen Dorf. Unter anderem scheint ein familiärer Streit eine wichtige Rolle zu spielen.

Cover und Schreibstil:

Das Cover von „Bretonische Nächte“ ist mir persönlich ein Stückweit zu kitschig. Man sieht einige Segelboote im Vordergrund und eine dunkle Küstenlandschaft im Hintergrund. Alles sehr lila/ rosa, vermutlich in der Abenddämmerung. Ich finde nicht, dass die Rauigkeit der Bretagne mit diesem Cover gut rüberkommt.

Ganz anders bewerte ich hingegen den Schreibstil des Autors. Ich kenne ein paar der vorherigen Fälle und war auch beim Lesen von „Bretonische Nächte“ wieder begeistert von Jean-Luc Bannalecs Schreibstil. Ganz wunderbar beschreibt er die bretonische Landschaft und die Menschen, die dort leben. Hier ein Beispiel:

„Hinter der Bucht erhoben sich flache, lang gestreckte Inselchen. Verwirrende Überlagerungen von Land und Meer“. (Kindle-Position 3476)

Die beiden farbigen Karten zu Beginn des Buches sind sehr hilfreich zur Orientierung.

Fazit und Leseempfehlung:

Mir persönlich hat dieser Ausflug in die Bretagne gut gefallen. „Bretonische Nächte“ ist von vorne bis hinten spannend, und bis zum Ende hatte ich keine richtige Vorstellung, wie der Fall ausgehen könnte. Die Handlung im Buch hat mich bis zum überraschenden Ende fasziniert. Nebenbei lernt man noch Einiges über Ornithologie und die Kultivierung von Äpfeln:

„In der Bretagne können Sie den Äpfeln nicht entkommen.“ (Kindle-Position 3567).

Zudem merkt man fast auf jeder Seite, wie sehr der Autor die Landschaft und die dort lebenden Menschen liebt. Detaillierte Beschreibung der Gepflogenheiten und der teilweise brutalen bretonischen Natur lassen stellenweise den eigentlichen Fall ein wenig in den Hintergrund treten, aber nicht so sehr, dass es stört. Und man bekommt auch einen Einblick in die bretonische Sprache. Am Ende ist dann alles klar, und es ist auch klar, dass es zwangsläufig zu den Ereignissen kommen musste.

Auch noch erwähnenswert: Bei diesem Buch ist mir erneut aufgefallen, wie schlecht die Verfilmungen der Krimiserie im Vergleich zu den Büchern sind.

Ich empfehle „Bretonische Nächte“ natürlich zunächst einmal allen Kommissar Dupin-Fans, aber darüber hinaus auch allen Bretagne-Krimi-Fans. 5 Sterne!

Die Dauerleserin

Anmerkungen:

Diese Rezension habe ich heute auch in einem gleichen oder ähnlichen Wortlaut bei NetGalley und Amazon veröffentlicht.

Bitte lest auch meine Rezensionen zu „Bretonische Spezialitäten“ und zu „Bretonische Verhältnisse“.

 

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